FAN-TAS-TIC

September 1972


Dieses Gerät gab im Dezember 1993 den Startschuss zur unserer ersten Auseinandersetzung mit der Technik der „vierbeinigen Freunde“ und somit der
Flipperreparatur überhaupt. 

Zwei damals noch völlig unerfahrene Hobbyschrauber standen einem elektromechanischem „Ungetüm“ aus scheinbar zahllosen Relais, Schrittwerken und hunderten Kabeln gegenüber, welches man erst kürzlich aus einem Gelände einer ehemaligen Tankstelle gezogen hatte. Nach planlosem Herumwerkeln im Inneren der Maschine folgte nun der Augenblick der Wahrheit: Das sofort einsetzende Rattern der Zählwerke beim Einstecken ans Stromnetz versetzte uns einen gehörigen Schrecken und die Maschine wurde umgehend wieder „stillgelegt“ um in Ruhe durchschnaufen zu können – das waren noch Zeiten :-)


Um den Lauf der Kugel zu beschleunigen, setzten die Williams-Leute erstmals in kleinerem Umfang Gleichtromspulen in ihren Flippern ein. Diese sprachen weitaus schneller und heftiger an als ihre gemächligen Vorläuferinnnen in den Vorgänger-Geräten. Mittels eines Gleichrichters und zweier Kondensatoren werden alle Schlagturmspulen - drei oben und einer zwischen den Flipperfingern - angesteuert und sorgen so für einen rasanten Spielablauf.

Das Zentrum des Spielgeschehens ist das Roulette-Rad in der unteren Spielfeldmitte. Trifft man in eines der drei "Eject-Holes" dreht es sich, stoppt nach ein paar Sekunden und die Kugel fällt in eines der 12 Wertungslöcher.  Diese sind mit verschiedenen Belohnungen versehen -  so kann z.B. der gesammelte Bonus verdoppelt, bzw. verdreifacht auf das Spielergebnis aufaddiert werden, das Kugeltürchen unten rechts geöffnet oder die oberen Kugelgassen A und B für je 3000 Punkte bei Kugelkontakt beleuchtet werden. Der zusätzliche Schlagturm zwischen den Flipperfingern, der Ball-Return-Kicker links aussen, sowie das Fehlen der rechten und linken Return-Lanes macht das Spiel noch unberechenbarer. So ist die Wahrscheinlichkeit eine verloren geglaubte Kugel ins Spiel zurückzubekommen sicherlich ähnlich hoch, wie umgekeht :-)!

Kurzum - ein rasantes und überdurchschnittlich kurzweiliges Stück elektromechanischer Williams-Technik

Leider handelt es sich bei diesem Gerät nichtmehr um unseren 1993 erworbenen Flipper - er wurde mangels besserem Wissen wenige Monate später entkernt und in den Sperrmüll befördert - sondern um den 2006 erworbenen "Nachfolger". Nur ein paar ausgewechselte Plastics zeugen noch von unserer damaligen "Nummer 1".

 

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