andere Automaten

Diese Seite ist den "Verwandten" der Flippergeräte gewidmet, die wir im Laufe der Zeit zusammengetragen haben

BONANZA

BABY PAC-MAN

Das geniale Schießgerät mit Schwarzlicht und Western-Sound!

Das erfolgreichste Flipper und Video-Spiel in einem Gehäuse!

ROTATION VIII

ARISTOCRAT
Der einzige produzierte Tischflipper mit rotierendem Spielfeld! Das erste Puck-Bowling-Spiel mit Sound!
SUPER-MATCH

MISS AMERICA DELUXE

Das Fußballspiel im Fingerschlag-Format!

Das Bingo-Spiel mit den Magic-Lines

SPEEDWAY

Das Autorennen mit dröhnendem Motoren-Sound und Crash-Geräusch

BONANZA

Typ: Rifle-Game (=Schießgerät)

Baujahr: Juni 1970

Hersteller: Williams

Diese Geräte fand man in den 70ern auf jeder Kirmes aber heute tut man sich sehr schwer die Vorläufer der Video-Spiele aufzufinden. Sind sie äußerlich ihren Nachfolgern sehr ähnlich steckt doch ungleich mehr Technik und Raffinesse im Inneren als es je ein Bildschirm darzustellen vermag


Ansicht BONANZA Blick durch die Scheibe auf die vermeintlichen Ziele, die tatsächlich nur das Spiegelbild der richtigen Ziele am Boden des Gerätes sind. Obwohl das Gehäuse nur ca. 40 cm tief ist meint man deshalb ganze anderthalb Meter tief reinzusehen - genial!

Der Spieler erhält beim Start 25 Schüsse die er in beliebig langer Zeit verschießen kann. Nach jedem Schuss werden jeweils verschiedene Zeile angeleuchtet die beim Treffen zum Teil den 10fachen Wert bringen. Ganz vorne sind die festen Ziele (Das Kreuz und das "Bullseye") dann folgen die sich auf und ab bewegenden Cowboys. Eine Ebene dahinter "läuft" ein Pferd von links nach rechts und ganz hinten jagt ein noch schnelleres in die entgegengesetzte Richtung! In der mittleren Ebene befindet sich die "Gold-Mine" leuchtet diese auf und schießt man dann direkt auf die Dynamit-Kiste im Innern "explodiert" diese mit lautem Donnern.  Es gibt also jede Menge "abzuknallen".  Nach Abschuss des letzten - des 25. Schusses - ist das Spiel zuende

außer

man hat eine bestimmte Punktezahl erreicht (z. B. 1400 Punkte) dann werden dem Spieler nochmals 10 Schüsse "geschenkt" und die Punktezahl kann weiter nach oben getrieben werden!

 

Besonderheiten:

Ein Tonabnehmer mit gekoppelter Feder erzeugt den "Explosions-Sound" beim Treffer in die beleuchtete "Mine". Gleichzeitig wird die "Explosion" durch eine Extra-Glühbirne optisch untermalt.

Ein Endlos-Tonband untermalt das gesamte Spiel mit dem typischen "Wild-West-Geräuschen"

Die Schwarzlicht-Röhre strahlt die Ziele an und hebt die Umrisse perfekt hervor

Eine 115 Volt-Spule (durch eine Hebelmechanik mit dem Gewehr verbunden) erzeugt bei jedem "Schuß" einen Rückstoß

 

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Rotation VIII

Typ: Cocktailtable-Pinball

Baujahr: 1978

Hersteller: Midway/Bally

"A new revolution in pinball design" titelte die Firma MIDWAY im Jahre 1978 als sie ein Gerät herausbrachte, welches zweifelsohne zu den außergewöhnlichsten Flipperkreationen zählt die bis heute gebaut wurden. Warum sollte man sich immer in irgendwelchen düsteren Ecken dem Flippervergnügen widmen...es könnte doch auch mitten in fröhlicher Runde sein?? Also wurde ein Flipper in Form eines achteckigen Tisches geschaffen an den bis zu vier Spieler gleichzeitig an den vier Seiten betitelt mit "North, South, East, West" spielen konnten. Doch nicht genug damit: Hat der erste Spieler seine Kugel beendet muß sich der 2. Spieler nicht umständlich an den Platz seines Vorgängers begeben..nein..

das Spielfeld dreht sich zum nächsten Spieler hin !!! 

Natürlich geschieht das an allen vier Seiten! Der Flipper selbst ist der "rotierende Bruder" des zur selben Zeit gebauten legendären EIGHT BALL der Firma BALLY - natürlich auch in unserer Sammlung zu finden!

 

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BABY PAC-MAN

Typ: Flipper-Video-Spiel

Baujahr: 1982

Hersteller: Bally/Midway

Anfang der 80ger Jahre befand sich der Flipperautomat in einer tiefen Krise. In immer mehr Spielhallen verdrängten Video-Geräte, wie "Space Invaders" oder "Pac-Man" die altbekannten Pinballs.  In Japan wurden sie sogar so beliebt das die Nationalbank Münzen nachprägen mußte, da diese zu Zehntausenden am Tag in die Automaten geworfen wurden! So versuchte natürlich jeder namhafte Flipper-Hersteller auf den "Zug der Zeit" aufzuspringen - so auch BALLY. Geschickt verpackt in einem Video-Spiel-Gehäuse befindet sich, neben dem zu erwartenden Bildschirm, die horizontal eingebaute Flipperspielfläche. Das Spiel beginnt auf dem Bildschirm mit dem altbekannten "Pac-Man" erweitert durch 2 senkrechte Tunnels. Steuert man den gefräßigen gelben Punkt dort hinein setzt sich das Spiel auf dem Spielfeld fort solange, bis die Kugel im Aus verschwindet. Dann wechselt das Spiel wieder auf den Bildschirm. BALLY produzierte nach dem Erfolg des "Baby Pac-Man" ein  Jahr später einen Nachfolger, der jedoch nie an den, heute nur noch selten zu findenden, Vorgänger herankam. 

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ARISTOCRAT

Typ: Shuffle-Alley (=Puck-Bowling-Spiel)

Baujahr 1978

Hersteller: United/Williams

Diese über 3 Meter langen "Ungetüme" findet man bei uns relativ selten, da trotz des momentanen Bowling-Trends diese Freizeitbeschäftigung doch eher in den USA als bei uns zu finden ist. Ab und zu trifft man aber doch auf diese "Exoten" die es schon genau solange wie den Flipper gibt. Das Prinzip ist einfach (solange man die Bowling-Regeln beherrscht :-) )

Der Spieler schleudert den Puck auf die Bahn. Dieser rollt über sog. Überrollkontakte direkt unter die Kegel hinweg. Der Kontakt schließt den Stromkreis zum jeweiligen Kegel und dieser klappt nach oben weg. Bis zu 6 Spieler können gleichzeitig spielen! Der ARISTOCRAT ist das erste Bowling-Spiel mit Sound - dieser fällt zwar dürftig aus aber es muß ja nicht jede Maschine "Krach" machen. Trotzdem

geniales Teil !!!!!!!!

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SUPER-MATCH

Typ: Fingerschlaggerät

Baujahr: 1969

Hersteller: NSM/Löwen Automaten, Bingen

Ecke, Elfmeter, Strafstoss ..und natürlich TOOOOR - die schönste Nebensache der Welt komprimiert auf 52 x 71cm! Hier gilt es alle sechs Kugeln mit geschicktem Finger ins "Tor" in der Mitte zu befördern und somit mit 6 Punkten ein Freispiel zu erlangen. Doch was sich so leicht anhört entpuppt sich als eine (fast) unendliche Geschichte: Hat man die Kugel z. B. in die inneren grünen Gassen geschossen bleiben diese solange "gefangen", bis eine nachfolgende in die äußeren "Ecken" gelangt..dann werden alle "grünen" wieder zum Abschuß rechts unten entlassen und man kann sie erneut auf Tor-Jagd schicken. Lockt man sie jedoch in die roten Gassen ein, werden sie erst beim direkten Tor-Schuß freigelassen und wandern zum Abschuß zurück. 

Obwohl der Spielablauf, wie auch die dahinterliegende Technik, ziemlich einfach gestrickt ist kann man problemlos eine Stunde vor dieser "Kiste" verbringen..und ob man es in dieser Zeit geschafft hat sechs Tore zu schießen, ist alles andere als sicher :-) ! Fazit: Ein Gerät mit Suchtfaktor !!! 

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MISS AMERICA DELUXE

Typ: Bingo-Gerät

Baujahr: 1977/79

Hersteller: Bally

"Was...lauter Löcher? Und wo sind die Flipperfinger???" Das dürften die ersten Worte sein, die ein Flipperaner beim ersten Anblick eines Bingos ausstößt. Nun das Spielfeld spielt bei dieser Gattung der Unterhaltungsautomaten fast eine Nebenrolle. Der eigentliche Ablauf spielt sich im Oberteil des Gerätes ab. Das Grundprinzip des Spiels ist denkbar einfach:

Alle 5 Kugeln so auf dem Spielfeld zu "platzieren" das diese auf dem linken Karree in der Zählwerkscheibe mindestens 3-in-Reihe am Besten natürlich 5-in-Reihe ergeben (Zahlen werden beim einlochen beleuchtet). Das alleine wäre eigentlich schon Herausforderung genug. Aber MISS AMERICA DELUXE verfügt über sage und schreibe 11 Zusatzoptionen darunter:

Extra-Card  das rechte Karree ist zusätzlich beleuchtet und bietet somit mehr Möglichkeiten bei 5 Kugeln eine Reihe zu erzeugen
Colored Lines  Karrees haben verschiedenfarbige Reihen und erzielen pro "Farbe" verschieden hohe Belohungen
Corners Scoring Wenn beleuchtet ergeben die vier komplettierten Eck-Zahlen hohe Belohnungen

das herausragendste Feature sind jedoch die 

Magic Lines in bestimmten Spielsituationen können ganze Zahlenreihen zugunsten des Spielers verschoben werden um Reihen zu komplettieren oder die Chancen dazu zu erhöhen!!

Alles dies wird ermöglicht durch eine unglaubliche Anzahl elektromechanischer Relais, ein Dutzend Schrittwerke und eine Vielzahl von Motoren verbunden durch armdicke Kabelstränge - ein wahres Monstrum das jeden elektromechanischen Flipper in den Schatten stellt! 

Diese Unterhaltungsautomaten waren außer in den USA eigentlich nur in Belgien sehr beliebt (warum???) wurden aber wegen der z. T. hohen ausgezahlten Freispiele (bis zu 600!!) oft als Glückspielautomaten missbraucht und hatten deshalb einen zweifelhaften Ruf bei den Gesetzgebern.

 

SPEEDWAY

Typ: Driving-Game

Baujahr: 1969

Hersteller: Chicago Coin

Dieses Kult-Rennspiel aus dem Jahre 1969 ist ein Musterbeispiel der "Vor-Bildschirm-Ära". Anstatt der damals noch sündhaft teuren Bildröhren projizierten die Hersteller dieser Unterhaltungs-Automaten das Spielgeschehen durch Anleuchten motorgetriebener bedruckter Plexiglas-Scheiben auf eine Leinwand. Der Spieler muss mit seinem roten Rennwagen möglichst viele Meilen in der vorgegebenen Zeit schaffen. Natürlich gibt es auch weitere Konkurrenten, die möglichst ohne viele Unfälle zu machen, bezwungen werden müssen. Als Unfall gilt, neben dem Auffahren und Streifen der anderen Autos, auch das Verlassen der Rennstrecke.  

Ein "Unfall" auf der Rennstrecke: Unser roter Wagen streift seinen gelben "Widersacher" untermalt von einem Crash-Geräusch. Das Rennen wird für einige Strafsekunden angehalten. Gleich darauf kann man jedoch wieder durchstarten.

Hat man die ersten 130 Meilen genommen, erscheint die aktuelle Platzierung auf einem separaten Display. Hier muss man sich vom 7. auf den begehrten 1. Platz hinauf kämpfen! Erreicht der Spieler durch viel Geschick die einstellbare Höchstpunktzahl, so bekommt man noch einmal soviel Zeit gutgeschrieben, und kann dann einen neuen Punkte- (bzw. Meilen-) Rekord aufstellen. 

Das Innere des Gerätes ist eine Augenweide elektromechanischer Steuerung. Das "Szenario" besteht aus drei hintereinander horizontal gelagerten durchsichtigen Scheiben, die mittels Ketten-Antrieb mit drei Motoren verbunden sind.  Ein großer 30V-Gleichstrom-Motor treibt die "Rennstrecke" an, die beiden kleineren die gelben, bzw. blauen "Rennwagen"-Scheiben. Das "Motorengeräusch" des Rennwagens sowie das "Crash-Geräusch" werden elektromechanisch mittels Spulen erzeugt und durch einen kleinen Amplifier verstärkt. Eine zusätzlich an der Lenkachse angebrachte Spule lässt beim "Zusammenstoß" mit den anderen Rennwagen sogar das Lenkrad ruckeln!!  

Die Projektions-Einheit von oben gesehen:

 

Fragen, Kommentare an 

Flipper-Sammlung@online.de